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3.6 "MAG-SAFE" Pumpenüberwachung

Nachstehende Abbildung zeigt die MAG-SAFE Pumpenüberwachung, die im Gegensatz zu dem unter 3.3.1 beschriebenen PT100-Temperaturfühler die Oberflächentemperatur des Spalttopfes direkt an der Wärmequelle, d.h. im Zentrum der Permanentmagnete überwacht.

1

Anschlussklemmen K1-K4
K1/K2 = Anschluss Fühlerspitze
K3/K4 = Versorgungsanschluss

 

2

Einschraub-Sechskant

9

Fühlerspitze

3

Stecker mit Einschraubgewinde

10

Anschlussbuchse

4

Befestigungsschrauben M4x20

11

Kabelverschraubung PG12 EExe

5

Bewegliches Schutzrohr

12

Nickeldraht

6

Kontermutter

13

Deckel

7

Anschlusslitzen

14

Gehäuse

8

Leiterplatte

15

Einbaulänge

Abb. 28

Der MAG-SAFE arbeitet auf thermoelektrischer Basis, indem er die zwischen den Magneten entstehenden Temperaturen erfasst und in ein lineares Ausgangssignal von 4 bis 20 mA umwandelt. Damit lässt sich über einen entsprechenden Grenzwertgeber jede gewünschte Abschalttemperatur im Bereich zwischen -50 und +250°C einstellen.

 
Gegenüber der Überwachung mit PT100-Elementen gemäß Abbildung 18 ergeben sich beim Einsatz des MAG-SAFE im wesentlichen folgende Vorteile:

 
1.

Trockenlaufschutz

 

Magnetkupplung:

PNK : 21,5 kW
n : 2900 min-1
PV : 2,0 kW
T1 : MAG-SAFE
T2 : PT100

Abb. 29

 

Abbildung 29 zeigt die unterschiedlichen Spalttopfoberflächentemperaturen beim Betrieb mit leerer Pumpe, ohne internen Kühlstrom (Trockenlauf). Während an der Messstelle T1 des MAG-SAFE im Zentrum der Magnete bereits nach 30 Sekunden eine Temperatur von 400°C herrscht, zeigt der PT100 (T2) außerhalb der Magnete erst nach langen Minuten eine geringe Reaktion. Die Ursache für dieses Verhalten ist die Konzentration der Wirbelströme im Zentrum der Magnete und die schlechte Wärmeleitfähigkeit der metallischen Spalttopfwerkstoffe (1.4571, Hastelloy C).

Bei den normalsaugenden Kreiselpumpen mit diamantbeschichteten, trockenlaufgeeigneten SiC-Lagern wird durch die extrem schnelle Reaktion des MAG-SAFE einer Überhitzung und Entmagnetisierung der Magnetkupplung verhindert, so dass hier ein sicherer Trockenlaufschutz gegeben ist.

 

2. Abgerissene Magnetkupplung

Bei blockiertem inneren Rotor ist ebenfalls kein Kühlstrom mehr vorhanden, es kommt zu einer entsprechenden Temperaturerhöhung, die der MAG-SAFE ebenfalls rechtzeitig erkennt.

 

3. Förderung siedender Medien

Da der Spalttopf mit den dann induzierten Wirbelströmen die eigentliche Wärmequelle darstellt, wird eine Temperaturveränderung bereits registriert, bevor sie sich auf die Temperatur des Fördermediums im Spalttopf auswirkt. Siedepunktüberschreitungen bei korrekt eingestellter Grenztemperatur sind somit auch bei siedenden Medien ausgeschlossen.

 

4. Einsatz im Ex-Bereich

Unzulässige Spalttopfoberflächentemperaturen im Ex-Bereich sind ausgeschlossen. Der MAG-SAFE ist eigensicher (EExib) II CT 4 und somit zum Einsatz im Ex-Bereich zugelassen.

 

5. Interner Kühlstrom

Die Durchflussrichtung des internen Kühlstromes (siehe Abb. 19/20) hat keinen Einfluss auf das Messergebnis.

 

6. Wälzlagerüberwachung
Bei ausgeschlagener Wälzlagerung rotiert die äußere Magnetkupplung, bedingt durch eine gewisse Restunwucht, exzentrisch und läuft am gesamten Umfang der Anlaufsicherung an. Der treibende Magnet schert den Verbindungsdraht 12 ab, wenn dieser Betriebszustand nicht rechtzeitig bemerkt wird und entsprechender Verschleiß an der Anlaufsicherung auftritt. D.h. die Maschine wird abgeschaltet, bevor es zu einer Beschädigung des Spalttopfes kommt.

 

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