Hacked By : Arak-Soft.ir Team
Firmenprofil
 Unternehmensentwicklung
Zertifiziertes Qualitätssicherungssystem
Leistungskennfeld Pumpenbaureihen
Werkstoffe - Einsatzgrenzen
Pumpentypen
Magnetkupplungen
SiC-Gleitlagerung
MAG-SAFE- Überwachung
Gleitrigdichtungen System Dickow
Einsatzfälle - Referenzen
Standort
News
 
Publikationen
Produktinfo
 Pumpen mit Magnetkupplung
 Spiralgehäusepumpen
 Chemie-Normpumpen mit Magnetantrieb - Type NM
Chemienormpumpe DIN EN22858 Baureihe 0 (NML0)
Spiralgehäusepumpe kompakt Baureihe KML/KMB/KMV
Chemiepumpe API 610 (NMR)
Prozeßpumpe nach API 685 - Type PRM
Vertikale Chemietauchpumpe NCT / NMT
Seitenkanalpumpen               
 Seitenkanalpumpen PN40 SCM
Vertikale Seitenkanalpumpe WPV / SMV
Horizontale Gliederpumpen
 mit integrierter Seitenkanalstufe HZSM/HZSMA
Gliederpumpe - Typenreihe HZMR
Technische Informationsschriften
 Hinweise zur Installation und Überwachung
 1.Betriebsanweisung
2. Rohrleitungen
2.1 Rohrleitungskennlinien
2.2.1 NPSH-Werte
2.2.2 Konstruktive Gestaltung
2.3 Druckleitungen
2.4 Bypassleitung+Mindestmengenregelung
3. Mögliche Überwachung
3.1 Motorüberwachung+Lastwächter
3.2.1 Selbstansaugende Pumpen-lichtel.Sensor
3.2.2 Normalsaugende Pumpen-Schwimmerschalter
3.3.1 Spalttopfoberfläche
3.3.2 Produkttemperatur Magnetraum
3.3.3 Gleitlagertemp. beheizte Pumpen
3.4 Anlaufsicherung + Wälzlagerüberwachung
3.4.1 Überwachung mit PT 100
3.4.2 Überwachung durch Näherungssensor
3.5 Leckageüberwachung  Spalttopf Sek-Dichtung
3.6 MAG-SAFE Pumpenüberwachung
MAG-SAFE Temperatur Überwachung
Schäden vermeiden [CAF_02/95]
Beheizbare Chemiepumpe mit PermMagnKplg.[VT7-8]
Pumpen mit Wellenabdichtung
 Spiralgehäusepumpen
 Chemienormpumpe DIN EN 22858 Type NCL
Prozesspumpe nach API 610  NCR
Vertikale InlinePumpe NCV / NCVL
Heißwasser Umwälzpumpe NHL / HPL
Vertikale Tauchpumpe NCT / NMT
Normpumpen DIN EN733 NKL
Umwälzpumpe  Ausf. N10q NKLs
Gleitringichtungen
 System DICKOW für SpiralgehPumpen N6-N13 (Seite1)
System DICKOW für SpiralgehPumpen N6-N13 (Seite2)
Seitenkanalpumpen
 Seitenkanalpumpe PN6 / PN16 WP
Seitenkanalpumpe PN40 SC
Vertikale Seitenkanalpumpe PN6/PN16 WPV/SMV
MehrstufigeGliederpumpen
 Gliederpumpe Typenreihe HZ / HZA
Selbstansaugende Gliederpumpe Typenreihe HZS/HZSA
Vertikale Tauchpumpe HZV
Anfrage
Kontakt
Downloads
Suche im Portal
Ausbildung
Site Map
Impressum
Login / Logout


  Logged in as:
  Guest

  Select Your Language:
 GermanEnglish
    


  Hits since 17.07.2001
 

Beheizbare Chemiepumpen mit Permanentmagnetkupplung

Wenn Fördermedien mit 200°C aufgeheizt werden müssen

Harry Schommer

 
Die "Chemie" mancher Medien macht beim Fördern in Pumpen eine Beheizung unumgänglich. Welche Möglichkeiten sich mit beheizbaren, leckagefreien Chemiepumpen mit Permanentmagnetkupplungen ergeben, beschreibt der folgende Beitrag. Wichtig ist der konstruktive Aufbau der Pumpen und ausreichende Überwachungsmöglichkeiten.

 

Beheizbare Chemiepumpen mit Permanentmagnetkupplung werden eingesetzt, wenn die Gefahr besteht, dass sich das Fördermedium beim Fördern in der Pumpe unzulässig abkühlt, und wenn beim Stillstand der Anlage die Temperatur des in der Pumpe befindlichen Fördergutes unter den Erstarrungs- bzw. Kristallationspunkt absinken kann. Dies ist z.B. beim Fördern von Fettsäuren, Dimethylterephthalat (DMT), Phthalsäureanhydrid (PSA), Bisphenol, Caprolactam, Teer usw. der Fall. Durch Wegfall der Wellenabdichtung ergeben sich erhebliche Vorteile bezüglich Wartungsfreiheit und Verfügbarkeit. Dies wird ohne weiteres verständlich, wenn man bedenkt, dass die zu fördernden Medien an der Atmosphäre sofort in die feste Phase übergehen und die unvermeidlichen Leckagen konventioneller Wellenabdichtungen hier besonders kritisch sind. Außerdem werden ca. 90% der Pumpenausfälle durch undichte Wellenabdichtungen verursacht.
Als Heizmedium kommen in erster Linie Heizdampf oder auch Thermalöl in Betracht. Elektrisch beheizte Pumpen haben nur wenig Bedeutung und kommen für die vorstehend genannten Medien im Chemiebetrieb nicht zum Einsatz. Die üblichen Heizdampftemperaturen und Drücke liegen bei 200°C bzw. 16 bar, der Temperaturbereich der Wärmeträgeröle liegt zwischen 200 und 250°C.

Bild 1: Beheizte Spiralgehäusepumpe mit Permanentmagnetkupplung

 

Beheizung

Bild 1 zeigt eine beheizte Spiralgehäusepumpe mit Permanentmagnetkupplung. Grundsätzlich ist sowohl eine Beheizung des Spiralgehäuses als auch des Spalttopfes vorzusehen. Die Heizkammer des Spiralgehäuses ist so ausgeführt, dass die gesamte stirnseitige Fläche des Gehäuses, einschließlich Druckstutzen, mit dem Heizmedium beaufschlagt wird, da nur dann eine gleichmäßige und vollkommene Aufheizung des Produktes gewährleistet wird.
Die großzügig dimensionierte, spalttopfseitige Heizkammer wird als separates Bauteil über den Spalttopf geschoben und mit dem Lagerträger bzw. Zwischengehäuse verschraubt. Diese Konstruktion bewirkt eine absolute Trennung von Produkt und Heizmedium, d.h. es ist ausgeschlossen, dass Heizdampf oder Thermalöl über undichte Schweißnähte in das Fördermedium gelangen können. Bei Fördermedien, die eine beheizbare Pumpenkonstruktion erfordern, muss unter Umständen damit gerechnet werden, dass Polymerisations- bzw. Kristallisationsprodukte im Fördermedium enthalten sind. Es ist darauf zu achten, dass der radiale Spalt zwischen stationärem Spalttopf und getriebenem Rotor (siehe Bild 1) mindestens 1 mm beträgt. Zu geringe Spaltspiele haben in der Vergangenheit sowohl bei beheizbaren Magnetkupplungspumpen als auch bei Spaltrohrmotorpumpen Probleme verursacht.
Die Anordnung beider Heizkammern gewährleistet gemäß Bild 2 einen gleichmäßigen Temperaturverlauf in der gesamten Pumpe. Die gemessenen Temperaturen stellen sich bei befüllter Pumpe nach ca. 1,5 Stunden ein. Bei Förderung von DMT, z.B. mit einem Schmelzpunkt von 145°C, ist bei einer Beheizung mit 200°C sichergestellt, dass das Medium auch an den kritischen Stellen, d.h. im Gleitlagerbereich und im lagerseitigen Teil des Spalttopfes, vollständig geschmolzen ist.

Bild 2: Temperaturverlauf (Heizmedium: Thermalöl)

Gleitlagerung, Spalttopf

Als Gleitlagerwerkstoff hat sich reines Siliziumkarbid aufgrund seiner Verschleißfestigkeit und chemischen Beständigkeit allgemein durchgesetzt. Bei Einsatz von SiC in Pumpen mit hohen Betriebstemperaturen ist bei Anordnung von SiC-Wellenschutzhülsen auf metallischen Pumpenwellen zu beachten, dass die Ausdehnungskoeffizienten der Metalle das Vierfache von SiC betragen. Die Befestigung der Wellenschutzhülse muss daher so ausgebildet werden, dass im kalten Zustand absoluter Rundlauf gewährleistet ist und bei Erwärmung keine unzulässigen Spannungen entstehen. Die Mitnahme muss kraftschlüssig erfolgen. Formschlüssige Mitnehmer oder Verdrehsicherungen durch Stifte oder Passfedern sind zu  vermeiden.
Bild 3 zeigt eine Konstruktion, die diesen Ansprüchen gerecht wird. Zwischen Welle und Wellenschutzhülse ist ein elastischer, metallischer, wellenförmiger Toleranzring angeordnet, der die unterschiedlichen radialen Wärmedehnungen kompensiert. Die axialen Dehnungen werden von kompressiblen Grafitringen aufgenommen. Die stationären Radiallager sind mit entsprechender Überdeckung in Trägerteile eingeschrumpft. Um eine einwandfreie Zentrierung und problemlosen Austausch zu gewährleisten, sind beide Lager in einem gemeinsamen Gehäuse verschraubt. Der Spalttopf dient nicht zur Befestigung des zweiten Gleitlagers, er erfüllt ausschließlich die Funktion der Trennung von Fördermedium und Atmosphäre und wird nur statisch vom Pumpendruck belastet.

 

Bild 3: Gleitlagerung

 

 

Bild 4: Ölgeschmierte Lagerung

Wälzlagerung

Im allgemeinen werden die Magnetkupplungspumpen mit dauerfettgeschmierten Wälzlagern (2Z-Ausführung) ausgerüstet, wobei das spalttopfseitige Lager eine Hochtemperatur-Fettfüllung erhält. Es ist zu beachten, dass die Lebensdauer dieser Lager von der Fettstandzeit und damit, neben der Pumpendrehzahl, stark von der Umgebungstemperatur abhängt. Da das spalttopfseitige Wälzlager gemäß Bild 2 ebenfalls aufgeheizt wird, werden die in der ISO 5199 und API 610 geforderten Standzeiten von 17500 bzw. 25000 Betriebsstunden nur bei Heizmedien mit Temperaturen unter 150°C erreicht.
Für höhere Temperaturen wurde daher gemäß Bild 4 eine verstärkte, ölgeschmierte Lagerung entwickelt. Die Ölstandskontrolle erfolgt über einen Constant Level Oiler, die Abdichtung des Ölbades zum Spalttopf und zur Atmosphäre durch berührungsfreie Labyrinth-Abdichtungen oder alternativ durch eine ölgeschmierte Sekundär-Gleitringdichtung.

Anlaufsicherung

Im Gegensatz zur verschleißfreien SiC-Lagerung mit, unter normalen Betriebsbedingungen, unbegrenzten Standzeiten sind die Wälzlager einem natürlichen Verschleiß ausgesetzt. Insbesondere bei dauerfettgeschmierten Lagern sollte eine regelmäßige Kontrolle des Schwingungsverhaltens erfolgen, um sich anbahnende Lagerschäden rechtzeitig zu erkennen, so dass die Wälzlager ausgewechselt werden können, bevor ernsthafte Schäden an der Pumpe entstehen. Im Falle einer ausgeschlagenen Wälzlagerung kommt es zu einer exzentrischen Rotation (Taumeln) der äußeren, treibenden Magnetkupplungshälfte. Um in diesem Störfalle ein Anlaufen der äußeren Magnete am Spalttopf auszuschließen, ist die treibende Magnetkupplung mit einer Anlaufsicherung versehen, d.h. die Spaltspiele zwischen rotierender Magnetkupplung und stationärem Spalttopf einerseits und stationärem Lagerträger andererseits sind so ausgebildet, dass die treibende Magnetkupplung zunächst am Lagerträger anläuft (Bild 5). Der Rundlauf der treibenden Magnete bzw. die Funktion der Wälzlager kann zusätzlich durch Näherungssensoren bzw. PT100-Elemente überwacht werden.

Bild 5: Anlaufsicherung, treibender Rotor / Spalttopf

Temperaturüberwachung

In der Regel werden Pumpen mit Permanentmagnetkupplung durch Temperaturfühler auf der Spalttopfoberfläche überwacht, um eine Siedepunktsüberschreitung im Spalttopfbereich  zu vermeiden. Diese Problematik ist bei Fördermedien, die eine zusätzliche Beheizung der Pumpe erfordern, in der Regel nicht gegeben. Schadensfälle können hier jedoch ausgelöst werden, wenn die Pumpen angefahren werden, bevor das Fördermedium völlig verflüssigt ist, d.h. wenn nur unzureichend aufgeheizt wurde. Es wird daher empfohlen, die Temperatur im Innenraum der Pumpe, unmittelbar am laufradseitigen Gleitlager, mit einem Temperaturfühler zu überwachen.
Bei Auswahl der Fühler ist sicherzustellen, dass sie auch tatsächlich für diesen Einsatz geeignet sind. Bild 6 zeigt eine entsprechende Fühlerkonstruktion, die den Anforderungen gerecht wird. Der Schutzrohrboden ist flach ausgeführt, so dass ausreichend Kontakt zur Messstelle gegeben ist. Das Fühlerelement ist direkt auf dem Schutzrohrboden befestigt. Eine Druckfeder sorgt dafür, dass der Fühler in ständigem Kontakt ,ist der Messstelle ist.

Bild 6: Temperaturfühler

Motorüberwachung

Kommt es im Anfahrbetrieb durch ungenügende Aufheizung oder durch Blockieren der Pumpenwelle zum Abriss der magnetischen Feldlinien, dreht der Antriebsmotor mit dem treibenden Außenmagneten bei stehendem Pumpenläufer leer durch. In dieser Situation ist keine interne Zirkulation zur Abführung der Magnetverlustleistung vorhanden, d.h. es kann durch Überhitzung zur Entmagnetisierung der Magnete kommen, wenn die Pumpe nicht rechtzeitig stillgesetzt wird. Bewährt haben sich zu diesem Zweck Cosinus-Phi-Wächter, die den Betriebszustand des Antriebsmotors elektronisch nach dem Prinzip der "Phasenwinkelmessung" überwachen.

 

Download your free asp web portal now
4894 Seitenaufrufe seit 01.10.2004