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 Sealless pumps with magnetic coupling
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Mehrstufige Gliederpumpen

Typenreihe HZMR

 

 

  

Allgemeines

DICKOW-Pumpen der Baureihe HZMR sind ein- oder mehrstufige, horizontale Gliederpumpen in hermetisch dichter Ausführung mit Permanentmagnet-Kupplungen, ohne Wellendurchführung zur Atmosphäre. Der Spalttopf dichtet das Fördermedium mit gekammerter Flachdichtung sicher nach außen ab. Es sind keine leckagegefährdeten dynamischen Wellenabdichtungen vorhanden.

Da 90% aller Pumpenausfälle und die damit verbundenen Instandsetzungsarbeiten auf Gleitringdichtungsprobleme zurückzuführen sind, wird durch den Wegfall der Wellenabdichtung eine wesentlich erhöhte Verfügbarkeit erreicht.

Einsatzgebiet

Der Einsatz der HZMR-Pumpen erfolgt überall dort, wo keine Dichtungsleckagen zulässig sind, d.h. bei Förderung giftiger, explosibler und allgemein umweltbelastender Medien, wenn die geforderten Förderhöhen den Einsatzbereich einstufiger Spiralgehäusepumpen überschreiten.
Die HZMR-Pumpen arbeiten weitgehend wartungsfrei, die Standzeiten liegen weit über den von Pumpen mit konventionellen Gleitringdichtungen.

Die maximalen Fördermengen liegen bei 200m3/h, die Förderhöhen bei
ca. 350 mFS.
Maximale Betriebstemperatur ca. 200°C,
zulässiger Betriebsdruck 40bar.

 
Konstruktive Besonderheiten

Permanentmagnet-Kupplung / Spalttopf

Die einzelnen Elemente der mehrpoligen Magnetkupplung werden aus einem Dauermagnetwerkstoff "Kobaltsamarium" gefertigt. Der Außenmagnet, verbunden mit der Antriebswelle treibt - magnetisch durch den stationären Spalttopf hindurch wirkend - den Innenmagneten an. Das heißt, Außen- und Innenmagnet sind durch ihre magnetischen Feldlinien kraftschlüssig verbunden, laufen synchron zueinander und übertragen die erforderliche Antriebsleistung auf die Pumpenwelle.

Die Nennleistung der Magnetkupplungen wird so festgelegt, dass über den gesamten Kennlinienbereich keine Überlastung auftreten kann. Die Kupplungsnennleistung und die Trägheitsmomente der rotierenden Bauteile des gesamten Pumpen-aggregates, einschließlich Antrieb, sind so ausgelegt, dass ein sicherer Anlauf bei Direkt-einschaltung des Antriebsmotors gewährleistet ist.

Zur Reduzierung der Wirbelströme und zur Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades, steht ein Spalttopf in "Sandwichkonstruktion" zur Verfügung. Hierbei wird die innere, druckführende Hülle aus mehreren zentrierten Ringen gebildet, die durch nichtleitende, gekammerte Dichtelemente gegeneinander isoliert sind und die auftretenden Wirbelströme unterdrücken.


Der verlustarme Spalttopf empfiehlt sich insbesondere für Antriebsleistungen > 75 kW bei Drehzahlen von 2900 bzw. 3500 min-1.

Gleitlagerung

Die Pumpenwelle ist radial und axial in Gleitlagern geführt. Werkstoff der produktberührten Gleitlager ist reingesintertes Siliziumkarbid ohne freies Silizium. Reines SiC kann universell für alle vorkommenden Fördermedien eingesetzt werden. Durch eine zusätzliche Diamantbeschichtung der Gleitflächen können diese Lager auch kurzfristigen Trocken-lauf beherrschen. Die SiC-Bauteile sind eingeschrumpft bzw. elastisch gelagert und somit gegen Schläge und Thermospannungen geschützt. Die Auslegungstemperatur beträgt 250°C.

Interner Kühlstrom

Beim Betrieb der Pumpen entstehen in den metallischen Spalt-töpfen Wirbelströme, die sich im Magnetbereich in Wärme umsetzen.
Um unzulässige Erwärmung des Fördermediums zu vermeiden, wird diese Wärme durch einen internen Kühlstrom abgeführt.

Saug- und Druckgehäuse

Saug- und Druckgehäuse besitzen stabile, angegossene Füße zur Befestigung auf der Grundplatte. Sauggehäuse mit axialem Einlauf, Druckflansch senkrecht nach oben.

Laufräder, NPSH-Werte

Beim Betrieb von hermetisch dichten Pumpen ist Kavitation unbedingt zu vermeiden. Dies gilt insbesondere bei Förderung von Kohlenwasserstoffen, Kondensat und anderen leicht siedenden Medien. Der Kavitationsgefahr wird durch niedrige erforderliche NPSH-Werte entgegengewirkt. Hierzu sind die Laufräder der ersten Stufe mit vergrößertem Einlaufquerschnitt als Saugräder ausgebildet.

Achsschubausgleich

Die geschlossenen Laufräder sind mittels Drosselspalt und Entlastungsbohrungen so entlastet, dass nur noch geringe Restschübe autreten. Der Ausgleich dieser Restschübe erfolgt durch die druckseitig angeordnete Entlastungsscheibe. 



Die Entlastungsscheibe wird auf der Vorderseite mit dem Pumpenenddruck P1 beaufschlagt. Die Rückseite ist über eine externe Hilfsleitung mit der Druckseite der ersten Förderstufe verbunden. Je nach Rotorstellung und dem sich einstellenden Spaltspiel S ergibt sich aus der Druckdifferenz zwischen Vorder- und Rückseite der Entlastungsscheibe eine Reaktionskraft, die dem in Richtung Spalttopf wirkenden Restschub so entgegenwirkt, dass die Anlaufringe im Betrieb berührungsfrei arbeiten.

Wälzlagerung, Anlaufsicherung

Die Antriebswelle ist in großzügig dimensionierten, ölgeschmierten, verschraubten Wälzlagern gelagert. Die Lagerung ist für 25000 Betriebsstunden ausgelegt. Das Ölbad ist gegen die Atmosphäre durch eine berührungsfreie Labyrinthabdichtung geschützt.
Ölstandskontrolle erfolgt über Constant Level Oiler. Die Abdichtung des Ölraumes gegen den Magnetraum erfolgt in der Standardausführung ebenfalls über Labyrinthdichtung.

Die Spaltspiele zwischen der äußeren Magnetkupplung und dem Lagerträger bzw. dem Spalttopf sind so bemessen, daß ein Anlaufen der äußeren Magnet-kupplung am Spalttopf, auch bei defekter Wälzlagerung, nicht möglich ist.
Zusätzliche Überwachungs-einrichtung kann vorgesehen werden.

Sekundärdichtung

Auf Wunsch kann anstelle der spalttopfseitigen Labyrinth-abdichtung eine Gleitringdichtung als Sekundärdichtung mit Standby-Funktion eingebaut werden. Diese Dichtung schließt den Magnetraum gegen das Ölbad bzw. die Atmosphäre ab und bildet mit der geschlossenen Lagerträgerlaterne eine, dem Spalttopf nachge-schaltete, zweite Sicherheitshülle.

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