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Selbstansaugende Gliederpumpen

Type HZS / HZSA

 

 

Allgemeines 

Die selbstansaugende, ein- oder mehrstufige DICKOW-Gliederpumpe wurde speziell zur Förderung von Kohlenwasserstoffen in Betankungsanlagen entwickelt.

HZS-Pumpen werden eingesetzt in Tanklagern, zur Entleerung von Kesselwagen, Befüllung von Hochtanks, in Hydrantenanlagen auf Flugplätzen, in Flugfeldtankwagen und vielen anderen Anwendungsgebieten, wo geodätische Saughöhen zu überwinden sind.

Die HZSA-Pumpe wurde speziell zur Förderung von Flüssiggas konstruiert und findet Verwendung als Auslagerungspumpe in Raffinerien, d.h. zur Befüllung von Flüssiggastankwagen.

Das Leistungskennfeld wurde so abgestuft, dass bei allen Einsatzfällen ein möglichst günstiger Wirkungsgrad erreicht wird.

Aufgrund einer breiten Werkstoffpalette und der Möglichkeit des Einbaues verschiedenster Wellenabdichtungssysteme, sowie auch einer hermetisch dichten Permanentmagnetkupplung, eignen sich HZS-Pumpen zur Förderung nahezu aller Flüssigkeiten, die frei von Feststoffen sind und eine nicht allzu hohe Viskosität aufweisen.

Aufbau

Die HZS/HZSA-Pumpen sind ein- oder mehrstufige, horizontale Gliederpumpen mit druckseitig angeordneter, nach dem Seitenkanalprinzip arbeitender, Entlüftungseinrichtung.

 

Saug- und Druckständer

Um bei Einsatzfällen mit geodätischen Saughöhen eine sichere Entlüftung der Saugleitungen zu gewährleisten, muß eine ausreichende Flüssigkeitsmenge in der Pumpe vorhanden sein. Bei den selbstansaugenden HZS-Pumpen sind daher die Pumpenstutzen grundsätzlich vertikal nach oben angeordnet. Zur Erzielung möglichst geringer NPSH-Werte sind die Saugständer als Einlaufspiralen ausgebildet und um eine Nennweite größer als die Druckflansche.

Bei den HZSA-Pumpen, die in der Regel keine geodätischen Saughöhen zu überwinden haben, sind Saugständer mit axialem Einlauf zur weiteren Reduzierung der NPSH-Werte vorgesehen.

Laufräder

Die geschlossenen Laufräder sind mittels Drosselspalt und Entlastungsbohrungen hydraulisch so entlastet, dass die Wälzlager nur noch geringe Restschübe aufnehmen müssen und auf weitere Entlastungseinrichtungen verzichtet werden kann. Zur Erzielung niedriger NPSH-Werte ist das Laufrad der ersten Stufe als Saugrad mit vergrößertem Eintrittsdurchmesser ausgelegt.

Lagerung

Bei den HZS-Pumpen ist die Pumpenwelle außerhalb des Fördermediums in großzügig dimensionierten fettgeschmierten Wälzlagern gelagert. Das Festlager ist als doppelreihiges Schrägkugellager, das Loslager als Rollenlager ausgebildet. Die Schmierung erfolgt über die am Lagerarm angeordneten Schmiernippel.

Bei den HZSA-Pumpen ist saugseitig eine Siliziumkarbid-Gleitlagerung vorgesehen, die zur Vermeidung von Trockenlauf mit der Pumpendruckseite verbunden ist.

Schleißringe

Saug- und Druckständer, Zwischenstücke und Leitapparate sind grundsätzlich mit auswechselbaren Schleißringen ausgerüstet. Auf Wunsch können auch die Pumpen mit Lauf- und Spaltringen geliefert werden.

Entlüftungseinrichtung

Die Entlüftungseinrichtung arbeitet nach dem Prinzip einer Seitenkanalpumpe. Die in der Pumpe vorhandene Betriebsflüssigkeit bildet beim Anfahren mit der in der Saugleitung vorhandenen Luftmenge ein Flüssigkeits-Gasgemisch, wobei der vorhandene Luftanteil vom Entlüftungsrad in den Druckstutzen gefördert wird. Bei Flüssiggasförderung wird durch die Druckerhöhung in der Seitenkanalstufe eine Rückführung des Gases in die Flüssigkeitsphase erzielt. 

Durch die druckseitige Anordnung der Entlüftungsstufe innerhalb der Pumpe wird eine vollständige Entlüftung von Saugleitung und Pumpenkörper gewährleistet.

Saugleitungen sind möglichst kurz zu verlegen und der Gegendruck auf der Druckseite ist so gering als möglich zu halten, um lange Ansaugphasen zu vermeiden.

NPSH-Werte

Bei Förderung von Kohlenwasserstoffen, Kondensat und anderen leicht siedenden Medien besteht die Gefahr, dass das Fördergut beim Ansaugen im Laufrad der ersten Stufe Gas bildet und die Förderung dadurch unterbrochen oder beeinträchtigt wird.

Diese Gefahr ist umso geringer, je niedriger der NPSH-Wert der Pumpe ist. Durch die vorstehend beschriebene hydraulische Auslegung der Saugständer und der Laufräder werden die unten dargestellten günstigen NPSH-Werte erreicht.

 

 

Werkstoffe

Serienmäßig sind bei den HZS/HZSA-Pumpen je nach Anforderung folgende Werkstoffe vorgesehen.
Sonderausführungen sind auf Anfrage möglich.

 

Pumpenteil Werkstoff
Saug- und Druckständer GGG40.3
1.4408 (G-X5 CrNiMo 18.10)
GS-C 25
Zwischenstücke und Entlüftungsstücke GGG40.3
1.4408 (G-X5 CrNiMo 18.10)
GS-C 25
Laufräder und Leitapparate GG25
1.4408 (G-X5 CrNiMo 18.10)
Entlüftungsrad 1.4457 (G-X25 CrNiMo 25.9)
Saugscheibe und Druckscheibe GG25
1.4408 (G-X5 CrNiMo 18.10)
Pumpenwelle 1.4021 (X20 Cr 13)
1.4571 (X10 CrNiMoTi 18.10)
Dichtungsflansch GGG40.3
1.4408 (G-X5 CrNiMo 18.10)
 

  
Wellenabdichtungssysteme

Je nach Fördermedium und Kundenspezifikation können unter anderem folgende Wellenabdichtungen eingesetzt werden.

 

Ausführung K2
Packungsstopfbuchse mit Sperrwasseranschluß

Ausführung G
Einfachwirkende, belastete Gleitringdichtung nach DIN 24960
Ausführung Geq
Einfachwirkende, entlastete Gleitringdichtung mit Sicherheitsvorstopfbuchse, nach DIN 24960
Ausführung Te
Doppeltwirkende, entlastete Gleitringdichtung in Tandem-Bauweise, nach DIN 24960

Permanentmagnetkupplung
Hermetisch dichte Permanentmagnetkupplung zum Einsatz bei Förderung umweltbelastender, explosiver und toxischer Medien.
Bei Bedarf bitte ausführliche technische Unterlagen anfordern.

  

 

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