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Chemiepumpe mit Permanentmagnetkupplung

 

 

Allgemeines        

DICKOW-Pumpen der Typen KM sind hermetisch dichte Kreiselpumpen mit Permanentmagnetkupplungen, ohne Wellendurchführung zur Atmosphäre. Der Spalttopf dichtet das Fördermedium mit gekammertem O-Ring sicher nach außen ab.

Einsatzgebiet

Der Einsatz der KM-Pumpen erfolgt überall dort, wo keine Leckagen zulässig sind, d.h. bei Förderung giftiger, explosibler und allgemein umweltbelastender nicht siedender Medien. Die KM-Pumpen arbeiten wartungsfrei, die Standzeiten liegen weit über den von konventionellen Pumpen mit Gleitringdichtungen.     Doppeltwirkende Gleitringdichtungssysteme mit aufwendigen Sperrdruckanlagen bzw. Vorlagebehältern entfallen.

Die maximalen Fördermengen betragen ca. 70 m³/h die Förderhöhen bis 65 mFS. Betriebstemperatur bis ca. 200°C, Betriebsdrücke bis 16 bar.

Aufbau

Horizontale Typen KML/KMB

Die Typen KML/KMB sind einflutige, einstufige Spiralgehäusepumpen, mit geschlossenen Laufrädern, in Prozessbauweise, mit axialem Saugstutzen und senkrecht nach oben zeigendem Druckstutzen, mit angegossenen Füßen zur Befestigung auf der Grundplatte. Förderleistung und Gehäuseabmessungen entsprechen der DIN EN 22858.

Für Fördermedien, deren Schmelz- bzw. Kristallisationspunkt unterhalb der Umgebungstemperatur liegt, steht eine Ausführung mit beheiztem Spiralgehäuse und Spalttopf zur Verfügung.

Vertikale Type KMV
In  platzsparender vertikaler Inline-Ausführung ist die Type KMV lieferbar.

 

Konstruktive Besonderheiten

Spalttopf

Der Spalttopf dient ausschließlich der Trennung von Produkt und Atmosphäre. Der Spalttopf ist so mit dem Lagergehäuse verschraubt, dass der Lagerträger mit äußerer Magnetkupplung demontiert werden kann, ohne die Pumpe selbst zu entleeren. Der Topf ist aus einem Stück gefertigt, es ist keine Schweißnaht vorhanden.

Magnetkupplung

Die einzelnen Elemente der mehrpoligen Magnetkupplung werden aus einem Dauermagnet-werkstoff, auf der Basis Kobalt und Seltenen Erden(Kobaltsamarium) gefertigt.
Der Außenmagnete, angeordnet auf der Antriebswelle, treiben - magnetisch durch den stationär angeordneten Spalttopf hindurch wirkend - die Innenmagnete an. D.h. Außen- und Innenmagnete sind durch ihre magnetischen Feldlinien kraftschlüssig verbunden, laufen synchron zueinander und übertragen die erforderliche Antriebsleistung auf das Laufrad.

Die Nennleistung der Magnetkupplung wird so festgelegt, dass eine Überlastung im normalen Betrieb nicht möglich ist. Bei Blockierung des Läufers durch Fremdkörper und Durchdrehen des Antriebes erfolgt keine Entmagnetisierung der Magnete.

Anlaufsicherung

Der Spalt zwischen der äußeren Magnetkupplung und dem Lagerträger bzw. dem Spalttopf ist so bemessen, dass ein Anlaufen der äußeren Magnetkupplung am Spalttopf, auch bei defekter Wälzlagerung, nicht möglich ist.

Wälzlagerung

Die Antriebswelle und der treibende Rotor der  KML-Pumpe sind aus einem Stück gefertigt. Die Antriebseinheit ist in großzügig dimensionierten Wälzlagern mit Dauerfettfüllung gelagert.              Die Lager sind gegen die Atmosphäre mit einem Radialdichtring geschützt. Bei den KMB/KMV-Pumpen ist die treibende Magnetkupplung fliegend auf der Motorwelle angeordnet. Die in der KML-Pumpe vorhandenen Wälzlager entfallen.

Gleitlagerung

Die Lagerung der Pumpenwelle erfolgt in einem im Produkt angeordneten Gleitlager. Gleitlagerwerkstoff ist reingesintertes Siliziumkarbid ohne freies Silizium, mit trockenlaufgeeigneter Diamant-Beschichtet. SIC ist sowohl gegen Säuren, als auch konzentrierte Laugen völlig beständig und kann universell für alle vorkommenden Fördermedien eingesetzt werden. Hohe Härte und Verschleißfestigkeit gewährleisten höchstmögliche Verfügbarkeit. Die SiC-Bauteile sind eingeschrumpft bzw. elastisch gelagert und somit gegen Schlag und Thermospannungen geschützt.

 

NPSH-Verhalten

Der erwärmte Teilstrom wird durch die interne Zirkulation zur Druckseite zurückgeführt und hat keinen Einfluss auf den NPSH-Wert.

Achsschubausgleich

Der Achsschub der geschlossenen Laufräder ist durch Rückenschaufeln bzw.  Entlastungsschlitze hydraulisch ausgeglichen. Eventuell auftretende Restschübe werden durch die Axiallager sicher aufgenommen.

Überwachung

Anschluß zur Temperaturüberwachung der Spalttopfoberfläche ist serienmäßig vorhanden. Eine Überwachung der Anlaufsicherung bzw. der Wälzlagerung kann zusätzlich vorgesehen werden.

Entleerung

Die gesamte Pumpe kann über das Spiralgehäuse restlos entleert werden. Eine separate Entleerung des Magnetraumes ist nicht erforderlich.

Interne Zirkulation

Bei Betrieb der Pumpe werden im Spalttopf Wirbelströme erzeugt, die eine Erwärmung des Produktes im Spalt zwischen Rotor und Topf bewirken. Diese Wärme wird durch einen internen Zirkulationsstrom abgeführt. Der Zirkulationsstrom fließt von der Druckseite unmittelbar in den Magnetraum und wird durch die Pumpenwelle den auf der Laufradrückseite angeordneten Entlastungs-einrichtung zugeführt.
Durch diese Entlastungseinrichtungen erfolgt eine entsprechende Druckerhöhung, durch die der Zirkulationsstrom wieder zum Spiralgehäuse zurückgeführt wird. 

Durch die hierdurch erzielte Druckbeaufschla-gung des Magnetsraumes und der Gleitlagerung wird einer Verdampfung des Fördermediums in diesem Bereich entgegengewirkt.

 

 

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