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2. Rohrleitungen
2.1 Rohrleitungskennlinien
2.2.1 NPSH-Werte
2.2.2 Konstruktive Gestaltung
2.3 Druckleitungen
2.4 Bypassleitung+Mindestmengenregelung
3. Mögliche Überwachung
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3.6 MAG-SAFE Pumpenüberwachung
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2.2.2 Konstruktive Gestaltung

1. Der Anschluss von Rohrkrümmern unmittelbar an die Saugstutzen ist zu vermeiden. Zwischen Krümmer und Pumpe ist ein gerades Einlaufstück vorzusehen, Länge ca. zweifacher Saugleitungsdurchmesser.
2. Die Nennweite der Saugleitung muss mindestens der Saugstutzen-Nennweite entsprechen.
3. Bei größeren Saugleitungen sind exzentrische Übergangsstücke zur Pumpe gemäß nachstehender Abbildung vorzusehen.

Saugbetrieb

Zulaufbetrieb

Abb.4

4. Werden saugseitige Filter vorgesehen, sollte der freie Querschnitt dieser Elemente mindestens dem 6-7 fachen Saugstutzenquerschnitt entsprechen. Empfohlene Maschenweite des Filtereinsatzes für Kreiselpumpen 480 Mikron, für selbstansaugende Seitenkanalpumpen 200 Mikron. Die Filtergehäuse sind so auszulegen, dass bei Auslegungsfördermenge der Durchflusswiderstand 1,0 bis 1,5 mFS nicht überschreitet. Der Durchflusswiderstand ist bei der Berechnung des Anlagen-NPSH-Wertes zu berücksichtigen.

4.

Achtung!

Verschmutzte saugseitige Filter können Kavitation bewirken und größere Pumpenschäden hervorrufen. Überwachung des maximal zulässigen Durchflusswiderstandes wird empfohlen.

Zwischen Filter und Saugstutzen ist ein gerades Einlaufstück vorzusehen, Länge ca. zweifacher Saugstutzendurchmesser.
5. Separate Saugleitungen sind empfehlenswert, wenn mehr als eine Pumpen an einen gemeinsamen Saugbehälter angeschlossen werden. 

5. Niemals Saugleitung mit größerer Nennweite ohne Übergangstück direkt an die Pumpe anschließen. Strömungswirbel verringern den freien Einlaufquerschnitt. Zusätzliche Verluste reduzieren den ermittelten NPSH-Wert
der Anlage. Kavitationsgefahr!


Abb. 5

Saugbetrieb:

1. Saugleitung ständig steigend zum Saugstutzen verlegen. Luftsäcke vermeiden.
2. Saugseitige Flanschverbindungen müssen gasdicht sein.
3. Beim Einsatz normalsaugender Kreiselpumpen muss ein Fußventil sicherstellen, dass Saugleitung und Pumpe beim Anfahren vollständig mit Fördermedium gefüllt sind.

3.

Achtung!

Durchflusswiderstand des Fußventiles ist bei der NPSH-Wert-Berechnung zu berücksichtigen. Ein einwandfreies Öffnen beim Anfahren der Pumpe muss gewährleistet sein. Bei federbelasteten Ventilen Schließkräfte beachten. Fußventile oder andere Rückflußsperren sind so anzuordnen, dass sie sich beim Anfahren unterhalb des Flüssigkeitsspiegels befinden.

4. Es müssen Einrichtungen bzw. Anschlüsse vorgesehen werden, die vor Inbetriebnahme die Befüllung der Pumpe und der Saugleitung, bzw. bei selbstansaugenden Pumpen die Befüllung des Pumpengehäuses problemlos sicherstellen.
5. Pumpen möglichst nahe am saugseitigen Behälter installieren. Lange Saugleitungen unbedingt vermeiden.

Zulaufbetrieb:

1. Saugseitiges Absperrventil vorsehen, damit die Pumpe im Störfalle problemlos ausgebaut werden kann.
2. Saugleitung ständig fallend so zum Saugstutzen verlegen, dass Luftsäcke vermieden werden und eine vollständige Entlüftung beim Befüllen der Leitung gewährleistet ist.
3. Der Eintritt in die Saugleitung sollte soweit unter dem Mindestflüssigkeitsspiegel liegen, dass Trichterbildung und Luft- bzw. Gaseinbrüche vermieden werden.
4. Seitenkanalpumpen sind aufgrund der geringen inneren Bauspiele empfindlich gegen abrasive Feststoffe im Fördermedium. Erfahrungsgemäß sammeln sich derartige Beimengungen (Schweißperlen, Zunder bei Neuanlagen, ferritische Abtragungen bei St-Rohrleitungen) bei Anlagenstillstand am tiefsten Punkt der saugseitigen Behälter und können beim erneuten Anfahren zum Ausfall der Pumpen führen. Die Saugleitungen der SCM-Pumpen sind daher so anzuschließen, dass sie nicht in den Behältertiefpunkt münden.

Einlaufstutzen
vorsehen

Feststoffe

Saugleitung über
Behälterboden anordnen

Abb.  6

Thermalölumwälzpumpen mit
Permanentmagnetkupplungen und
PT 100-Elementen, in einer
industriellen Heizanlage

zur Vergrößerung
Bild anklicken

5. Falls bei Wärmeträgeröl-Anlagen vertikale Ausgleichsbögen in der Saugleitung vorhanden sind, müssen diese mit zusätzlichen Entlüftungsleitungen ausgerüstet werden. Die Entlüftungsleitungen müssen vom höchsten Punkt des Ausgleichsbogens zum Ausgleichsgefäß geführt werden und unterhalb des Mindestfüllstandes einmünden, um vollständige Entlüftung der Saugleitung zu gewährleisten.

Abb. 7

 
6. Der Einbau von Rückschlagklappen in die Saugleitung ist nicht zulässig.
7.

Bei Förderung siedender Medien muss die Zulaufhöhe H größer sein als der in der Pumpenkennlinie angegebene NPSH-Wert. Es muss gelten:

HZmin        NPSH-Pumpe    +    saugseitige Strömungsverluste

Es wird dringend empfohlen, bei siedenden Medien den saugseitigen Flüssigkeitsspiegel mit Niveauwächtern so zu überwachen, dass die Pumpe bei Unterschreitung der Mindestzulaufhöhe sicher abgeschaltet wird.

 

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