|
Spalttopf
Der Spalttopf dient ausschließlich der Trennung von Produkt und Atmosphäre. Durch die Anordnung der kompletten Gleitlagerung im Lagergehäuse wird kein zusätzliches Gleitlager im Spalttopf benötigt. Der Spalttopf ist so mit dem Lagergehäuse verschraubt, dass der Lagerträger mit äußerer Magnetkupplung demontiert werden kann, ohne die Pumpe selbst zu entleeren.
Magnetkupplung
Die einzelnen Elemente der mehrpoligen Magnetkupplung werden aus einem Dauermagnetwerkstoff, auf der Basis Kobalt und Seltenen Erden (Kobaltsamarium) gefertigt. Der Außenmagnet, angeordnet auf der Antriebswelle, treibt - magnetisch durch den stationär angeordneten Spalttopf hindurch wirkend - den Innenmagnet an. D.h. Außen- und Innenmagnet sind durch ihre magnetischen Feldlinien kraftschlüssig verbunden, laufen synchron zueinander und übertragen die erforderliche Antriebsleistung auf das Laufrad.
Die Nennleistung der Magnetkupplungen wird so festgelegt, dass eine Überlastung im normalen Betrieb nicht möglich ist. Bei Blockierung des Läufers durch Fremdkörper und Durchdrehen des Antriebes erfolgt keine Entmagnetisierung der Magnete, wenn durch Temperaturüberwachung eine unzulässige Erwärmung verhindert wird.
Die Magnetantriebe sind für Drehstrommotore in Direkteinschaltung dimensioniert. Falls nachträglich eine Erhöhung der Antriebsleistung erforderlich wird, z.B. bei Einbau eines Laufrades mit größerer Förderhöhe, kann die Kupplungsnennleistung durch Montage einer zusätzlichen Magnetreihe entsprechend gesteigert werden. Die maximalen Antriebsleistungen liegen bei ca. 165 kW bei 2900 min-1.
Spaltspiele
Der Spalt zwischen Rotor und Spalttopf beträgt je nach Spalttopfwandstärke zwischen 1,0 und 2,0 mm, so dass in Verbindung mit der verschleißfesten Gleitlagerung auch die Förderung feststoffhaltiger Medien möglich ist.
Anlaufsicherung
Die Spaltspiele zwischen der äußeren Magnetkupplung und dem Lagerträger bzw. dem Spalttopf sind so bemessen, dass ein Anlaufen der äußeren Magnetkupplung am Spalttopf, auch bei defekter Wälzlagerung, nicht möglich ist.
Interne Zirkulation
Bei Betrieb der Pumpe werden im Spalttopf Wirbelströme erzeugt, die eine Erwärmung des Produktes im Spalt zwischen Rotor und Topf bewirken. Diese Wärme wird durch einen internen Zirkulationsstrom abgeführt. Der Zirkulationsstrom fließt von der Druckseite unmittelbar in den Raum zwischen den Gleitlagern und wird durch die Pumpenwelle dem auf der Rotorrückseite angeordneten Hilfslaufrad zugeführt. Im Hilfslaufrad erfolgt eine entsprechende Druckerhöhung, durch die der Zirkulationsstrom wieder zum Spiralgehäuse zurückgeführt wird. Durch die hierdurch erzielte Druckbeaufschlagung des Magnetsraumes und der Gleitlagerung ist eine Verdampfung des Fördermediums in diesem Bereich unter normalen Bedingungen ausgeschlossen. |
|

Entleerung
Die gesamte Pumpe kann über das Spiralgehäuse restlos entleert werden. Eine separate Entleerung des Magnetraumes ist nicht erforderlich.
Wälzlagerung
Die Antriebswelle ist in großzügig dimensionierten Wälzlagern mit Dauerfettfüllung gelagert. Die Lager sind gegen die Atmosphäre mit einem Radialdichtring geschützt.
Doppelte Gleitlagerung
Die Lagerung der Pumpenwelle erfolgt in produktberührten Gleitlagern. Gleitlagerwerkstoff ist reingesintertes Siliziumkarbid ohne freies Silizium. Zur Verbesserung der Notlaufeigenschaften sind die Gleitflächen diamantbeschichtet. SIC ist sowohl gegen Säuren als auch konzentrierte Laugen völlig beständig und kann universell für alle vorkommenden Fördermedien eingesetzt werden. Hohe Härte und Verschleißfestigkeit erlauben auch die Förderung feststoffhaltiger Medien. Die SiC-Bauteile sind eingeschrumpft und somit gegen Schlag und Thermospannungen geschützt. Beide Gleitlager sind in einem gemeinsamen Lagergehäuse verschraubt, so dass eine einwandfreie Zentrierung gegeneinander gewährleistet ist.
NPSH-Verhalten
Der erwärmte Teilstrom wird durch die interne Zirkulation zur Druckseite zurückgeführt und hat keinen Einfluss auf den NPSH-Wert. Die Förderung siedender Medien ist problemlos möglich.
Achsschubausgleich
Der Achsschub der geschlossenen Laufräder ist durch Schleißringe, Entlastungsbohrungen und zum Teil durch Rückenschaufeln hydraulisch weitgehendst ausgeglichen. Weiter auftretende Restschübe werden durch das Hilfslaufrad ausgeglichen. Je nach Rotorstellung und Spaltspiel S ergibt sich aus Druckdifferenz zwischen Rotorvorderseite und Rotorrückseite eine Rückstellkraft, die dem in Richtung Saugseite wirkenden Restschub entgegenwirkt.
Überwachung
Anschlüsse zur Temperaturüberwachung des internen Zirkulationsstromes und der Spalttopfoberfläche sind serienmäßig vorhanden. Eine Überwachung der Anlaufsicherung bzw. der Wälzlagerung kann zusätzlich vorgesehen werden. Für kritische Einsatzfälle empfehlen wir die MAG-SAFE Pumpenüberwachung. |