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2.1 Rohrleitungskennlinien

Die Förderhöhe H einer gegebenen Kreiselpumpe ist bei konstanter Drehzahl abhängig von der jeweiligen Fördermenge Q. Sie hat bei stabiler Kennlinie bei Q = 0 ihr Maximum und fällt beim maximal möglichen Förderstrom auf H = 0 ab. D.h. umgekehrt, die jeweils erzielte Fördermenge hängt ab von der jeweils geforderten Förderhöhe, vom Gegendruck, bzw. der Rohrleitungskennlinie der Anlage, in die die Pumpe eingebaut ist. Normalerweise setzen sich die Rohrleitungskennlinien aus einem statischen und einem dynamischen Anteil zusammen.

Im Gegensatz dazu fördert eine Verdrängerpumpe bei konstanter Drehzahl und gleicher Geometrie (z.B. Zylinderinhalt bei Kolbenpumpen), unabhängig vom Gegendruck, eine nahezu konstante Fördermenge.

Die Unterschiede beider Kennlinien sind nachfolgend dargestellt.


Abb. 1

Der fast senkrechte Verlauf der Verdrängerpumpenkennlinie bewirkt, dass diese Pumpe in der Anlage stets mit der Auslegungsfördermenge arbeitet, solange der Antriebsmotor nicht überlastet wird. Bei der Kreiselpumpe dagegen ergibt sich die jeweils geförderte Menge aus dem Schnittpunkt der Pumpenkennlinie mit der jeweiligen Rohrleitungskennlinie. 
D.h.: weichen die Rohrleitungskennlinien (2,3) von der angenommenen Kennlinie (1) ab, so werden auch die Fördermengen (Q2, Q3) von der Auslegungsmenge Q1 mehr oder minder stark abweichen. Wird die Fördermenge unterschritten, so kann eventuell durch Einbau eines größeren Laufraddurchmessers Abhilfe geschaffen werden, es entstehen in der Regel keine Schäden an der Pumpe. Kritischer ist die Situation, wenn bei niederen NPSH-Werten der Anlage (z.B. Förderung siedender Medien) bei vergrößerter Menge Q2 Kavitation auftritt. Dies kann zu empfindlichen Schäden an der Pumpe und auch zum gänzlichen Zusammenbruch der Förderung führen.

Achtung!

Sorgfältige Bestimmung des Betriebsproduktes und der NPSH-Werte sowie Auslegung der Pumpe ist Voraussetzung für störungsfreien Betrieb.

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